Gegenstand des Planungswettbewerbs ist die Ausarbeitung eines Entwurfsvorschlags für die Umgestaltung des Stadtraums der B 14 zwischen dem Portal Schwanenplatztunnel und dem Portal Heslacher Tunnel im Hinblick auf die Weiterentwicklung städtebaulicher Qualitäten unter Berücksichtigung verkehrstechnischer Erfordernisse und Randbedingungen.

Die Erarbeitung des Wettbewerbbeitrags erfolgt in einer Arbeitsgemeinschaft der Stuttgarter Unternehmen SBA GmbH Architektur und Städtebau, TRC Transportation Research and Consulting GmbH sowie g2-Landschaftsarchitekten PartGmbB (Gauder + Gehring Freie Landschaftsarchitekten BDLA).

 

Folgender Anlass sowie die folgenden Ziele werden von der Ausloberin - Landeshauptstadt Stuttgart - Amt für Stadtplanung und Wohnen –in Ihren Auslobungsunterlagen benannt: 

"Ein beständiger Bevölkerungszuwachs in Stuttgart, damit einhergehend immer mehr Menschen, die öffentliche Räume nutzen, die Notwendigkeit gerade die öffentlichen Räume den zukünftigen klimatischen Bedingungen anzupassen und nicht zuletzt eine stetige Überschreitung von Emissionsrichtwerten sind für eine durch die Topographie in der Fläche begrenzte Stadt grundsätzliche Themen, die grundsätzliche und mutige neue Denkansätze fordern. Ziel des Wettbewerbs für eine Umgestaltung des Stadtraums B 14 ist es, zukunftsfähige und innovative Ansätze für ein nachhaltiges und mobiles Stuttgart zu erarbeiten, das Ressourcen schont, Wasser und Grün in die Stadt bringt, attraktive Räume bietet, die allen Menschen gleichermaßen Teilhabe ermöglichen.

[...] Die bisher vorliegenden Planungsüberlegungen sind funktional geprägt und können somit keine ausreichenden Antworten auf die Fragestellungen eines nötigen Paradigmenwechsels liefern. Die städtebaulichen, ökologischen und sozialen Aspekte einer Neubetrachtung des B 14-Korridors müssen darüber hinaus in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt werden, gleichzeitig muss die Funktionalität unter Berücksichtigung der Umweltgerechtigkeit und Nachhaltigkeit für alle Verkehrsarten gewährleistet sein. Damit verbunden muss der Entwurf folgende Gesichtspunkte besonders ausführen:

  • Erarbeitung eines innovativen und visionären Gesamtkonzepts basierend auf einem bereits beschriebenen angestrebten Paradigmenwechsel
  • Beseitigung städtebaulicher Mängel und Herausarbeitung charakteristischer Stadträume
  • Vernetzung von Stadtstrukturen und Aufnahme von Querbezügen
  • Schaffung attraktiver neuer Stadt- und Nutzungsräume
  • Gestaltung von Stadtplätzen (Platzbildung)
  • Schaffung  von  Aufenthaltsqualitäten u.a. auch im Sinne einer Flaniermeile entsprechend den Potenzialen der einzelnen Planungsabschnitte bzw. gegebenenfalls neu zu definierender Räume
  • Adressbildung und Identifikationsstärkung der einzelnen Abschnitte
  • An-, Einbindung und Vernetzung der angrenzenden Stadtquartiere
  • Herstellung attraktiver Fußgängerverbindungen
  • Herstellung einer attraktiven Fahrradinfrastruktur entlang der B 14 bzw. des City-Rings
  • Reduzierung der Flächen für den motorisierten Individualverkehr (z.B. durch die Infragestellung von Verflechtungs- oder Ausfädelspuren)
  • Durchgängige Begrünung der neuen Stadträume
  • Berücksichtigung von Maßnahmen für die Klimaanpassung und eine klimagerechte Stadtentwicklung
  • Aufwertung der bestehenden Grünflächen und Ergänzung von mehr Grün im öffentlichen Raum
  • Das Ziel, das heutige Verkehrsaufkommen auf der B14 in der Innenstadt durch eine Halbierung der Verkehrsfläche für den motorisierten Individualverkehr um 50% zu reduzieren."