Die BrennerPlan GmbH und TRC GmbH haben mit Ihrer gemeinsamen Vorstellung ihres Gesamtkonzepts den Gemeinderat überzeugt und wurden mit der Erstellung des Verkehrsentwicklungsplans 2030 beauftragt. Der Verkehrsentwicklungsplan für Bietigheim-Bissingen wurde zuletzt 2007 fortgeschrieben. Die Bearbeitung war jedoch ausschließlich auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet. In der neuen Fortschreibung für das Jahr 2030 sollen alle Verkehrsmittel und Verkehrsteilnehmer einbezogen und berücksichtigt werden.

 

Es werden u.a. folgende Leistungen zur Erstellung des Verkehrsentwicklungsplans für die Stadt Bietigheim-Bissingen erbracht:

- Verkehrserhebungen (Video-Knotenpunktzählungen, Verkehrsbefragungen, telefonische und schriftliche Haushaltsbefragungen, Erhebungen im ÖPNV, sowie Erhebungen im ruhenden Verkehr.

- Analyse der Verkehrsnachfrage, Fahrgastzahlen im ÖPNV, des ruhenden Verkehrs, Auswertung der Mobilitätskennziffern

- Aufbau eines makroskopischen Verkehrsmodells

- Verkehrsprognose

- Leistungsfähigkeitsüberprüfung vereinzelter Knotenpunkte

- Entwicklung eines verkehrlichen Leitbildes und eines nachhaltigen Gesamtverkehrskonzeptes

- Workshops und Bürgerinformationsveranstaltungen

 

Bereits abgeschlossen ist die telefonische Haushaltsbefragung zur „Motivforschung“ und Einstellung zu alternativen Mobilitätsangeboten. TRC erstellte den Fragebogen und führte die Auswertung durch. Mit der Durchführung der repräsentativen Telefonbefragung (Computer Assisted Telephone Interview (CATI)) war das Sozialwissenschaftliche Umfragezentrum, Duisburg, (SUZ), im Unterauftrag der TRC GmbH engagiert.

 

Innerhalb der angerufenen Haushalte fand eine Zufallsauswahl nach der Last-Birthday-Methode statt, d.h. befragt wurde immer die Person, die zuletzt Geburtstag hatte und mindestens 18 Jahre alt war. Dabei wird immer nur eine Person pro Haushalt befragt. Im Rahmen der Studie wurden 4669 Kontakte abgeschlossen, davon gab es 1747 Verweigerungen oder Abbrüche, 497 Neutrale Ausfälle I (Zielperson verstorben, dauerhaft erkrankt, nicht erreichbar) und 1421 Neutrale Ausfälle II (falsche Nummer, Fax, Geschäftsanschluss, etc.). Erfolgreich durchgeführt wurden 1004 Interviews. Unter den befragten Personen befanden sich 515 Frauen und 489 Männer.

Befragungsinhalte waren neben allgemeinen Fragen zum Mobilitätsverhalten und zur Einstellung zu alternativen Mobilitätsangeboten im speziellen (stated preferences) Fragen zur Soziodemographie sowie zur Lebensführungstypologie (nach Gunnar Otte).