Im Shanghaier Stadtbezirk Pudong liegt die Großgemeinde Jinqiao mit einer sogenannten Entwicklungszone, ca. 5 km Luftlinie von der Messe in Pudong entfernt. Für das Planungsgebiet innerhalb dieser Entwicklungszone mit einer Fläche von etwa 4,5 Quadratkilometern südlich der Metro-Haltestellen „Taierzhuang Rd Station“ und „Jinqiao“ der Linie 9 (Begrenzung im Norden durch Yanggaozhong Road (Rd.) und Jinhai Rd., im Süden durch Jinxiu East Rd. und Jinhuai Rd., im Westen durch Hongfeng Rd. und im Osten durch Jingang Rd.) wurde von TRC eine Verkehrsuntersuchung durchgeführt, deren Ziel es war, die Leistungsfähigkeit bzw. Dimensionierung des geplanten Straßennetzes zu überprüfen und Verbesserungsvorschläge, insbesondere für die hochbelastete diagonale Achse „Jinke Road“ mitten durch das Planungsgebiet, zu erarbeiten. Dabei konnte auf das im Projekt „Pudong Beicai“ entwickelte Verkehrsmodell zurückgegriffen werden, das aktualisiert und entsprechend den neuen Planungen angepasst wurde..

Die keilförmige Grünfläche Beicai gehört zu einer der acht im „Masterplan Shanghai (1999-2020)“ bestimmten, keilförmigen Grünflächen im Stadtzentrum zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensbedingungen in der Stadt Shanghai. Die Grünfläche befindet sich im Bereich der Beicai-Gemeinde in günstiger Lage westlich der Wissenschaftsstadt von Zhangjiang.

In dem Wettbewerb sollten die Anforderungen des neuesten Masterplans Shanghais (2016-2040, Manuskript) an die Grünfläche betont werden, um Shanghai zu einer ausgezeichneten internationalen Stadt, einer wünschenswerten Stadt der Innovation und Kultur sowie einer Öko-Stadt zu entwickeln. Um die ökologische Funktion der Grünfläche zu erzielen, sollte die Grünfläche Beicai zu einer „Stadt im Wald, Stadt der Zukunft und Stadt der Kultur“ gebildet werden, mit der Idee von „Innovation, Koordination, Grün, Öffnung und Austausch“.

TRC beteiligte sich im Unterauftrag von Mann+Partner, München an dem Wettbewerb und hat im Rahmen der Verkehrsplanung für das Wettbewerbsareal u.a. ein Verkehrsplanungsmodell erstellt und die erforderlichen Wirkungsanalysen und Leistungsfähigkeitsnachweise erarbeitet. 

In der 7-Mio.-Einwohner-Stadt Jinan in der Provinz Shandong wird derzeit ein neuer Bahnhof, die Jinan New East Railway Station, gebaut. Südlich daran anschließend soll ein neues Stadtviertel mit rd. 132.000 neuen Einwohnern und rd. 250.000 Arbeitsplätzen entwickelt werden. TRC unterstützte SBA International bei der Konzeptionierung des Straßen- und ÖV-Netzes (local bus, BRT, MRT, Metro), der Fuß- und Radwege sowie der Pkw-Stellplätze.

Die Dimensionierung der Straßen und die erforderlichen Takte der öffentlichen Verkehrsmittel bzw. der Leistungsfähigkeitsnachweis der Verkehrsinfrastruktur erfolgte mit einem dazu entwickelten Verkehrsmodell mit 292 Verkehrszellen.

Im Umfeld des Universiade Centers in Shenzhen wird ein ÖPNV-Hub als neue Verknüpfung von Metrolinien geplant. Rund um den neuen Hub ist eine Weiterentwicklung der Siedlungsstruktur vorgesehen.

Aufgabe von TRC war, den städtebaulichen Entwurf von SBA durch verkehrs- und entwurfstechnische Analysen zu unterstützen. Konkret ging es um die Planung der Straßenknoten im Umfeld des ÖPNV Hubs und um die Beurteilung der Fahrgastströme im neuen Hub. Dazu sind Modellrechnungen (MIV, ÖV, Fußverkehr) durchgeführt worden.

Da der ÖPNV Hub eine besondere Bedeutung für Umsteiger haben wird, muss das Layout des Hubs gewährleisten, dass die Fahrgastströme behinderungsfrei abgewickelt werden können. Dazu wurden von TRC die erwarteten Fußgängerströme in den 7 Ebenen des Hubs ermittelt und die Leistungsfähigkeit von Rolltreppen, Aufzügen und Durchgängen zwischen den Teilbereichen nachgewiesen.

TRC hat im Auftrag von SBA International die Verkehrsplanung für einen Wettbewerbsbeitrag für die Planung der "Aviation City Zhuqiao" durchgeführt. Im westlich an den Shanghai Pudong International Airport (PVG) angrenzenden Planungsgebiet wird zukünftig mit der New Shanghai Eastern Railway Station ein neuer Verkehrsknotenpunkt entstehen, der den Flughafen PVG an das Eisenbahnfernverkehrsnetz anschließen soll und der als Entwicklungsanker für die neue Airport City fungieren soll. 

Hauptziel der Verkehrsuntersuchung war die Prognose der durch die Planung und zukünftigen Kapazitätserweiterungen des PVG hervorgerufenen Fahrten und der Verteilung dieser Fahrten auf das Straßennetz sowie des Netzes des öffentlichen Verkehrs. Hierzu wurde ein Verkehrsplanungsmodell mit 150 Verkehrszellen erstellt, sodass die geplante Verkehrsinfrastruktur hinsichtlich Leistungsfähigkeit analysiert und optimiert werden konnte. Dabei wurden auch Aspekte der "Logistik" und der "Smart Mobility" berücksichtigt.

Der Wettbewerbsbeitrag erzielte den ersten Platz.

Für die kommunale Verkehrsplanung ist es wichtig das Mobilitätsverhalten und die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung zu kennen. Hierzu dient eine detaillierte Mobiltätsbefragung der Bürger. 

Aus allen ermittelten Angaben sollten umfassende Erkenntnisse darüber gewonnen werden, mit welchen Verkehrsmitteln die Bürger sich wohin bewegen, wie sie zur Arbeit oder zur Schule, zum Einkaufen oder zur Behörde, ins Kino oder ins Schwimmbad kommen. Erkennbar wird auch, wie viel Zeit für die Mobilität aufgewendet werden muss und welche Entfernungen es zurückzulegen gilt.

Die umfangreichen Ergebnisse einer solchen Untersuchung ermöglichten Aussagen gesamtstädtisch und auch auf Stadtbezirks- und Stadtteilebene. Sie lassen repräsentative Aussagen über die Verkehrsteilnahme und Verkehrsmittelnutzung der gesamten Wohnbevölkerung zu.

In diesem Wissen liegt ein wichtiger Baustein für eine vorausschauende, bürgerorientierte Verkehrsplanung.

Die in Gelsenkirchen durchgeführte Modal-Split-Untersuchung erfolgte nach dem Standard der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS). Diese Landesstandards dienen dazu, dass die lokalen Modal-Split-Erhebungen Qualitätskriterien entsprechen, die einen einheitlichen, vergleichbaren Standard für die NRW-Kommunen und eine Evaluation z.B. der Radverkehrsförderung ermöglichen. Darüber hinaus soll eine Vergleichbarkeit mit übergeordneten Erhebungen gegeben sein. Die Teilnahme war "schriftlich-postalisch", über einen Onlinefragebogen (Internet) oder telefonisch möglich.

Mehr lesen

 

TRC wirkte an der Erarbeitung der Datenbasis für den Verkehrsentwicklungsplan mit. TRC hat dabei die „Motivforschung“ übernommen und über 1000 Personen in Bietigheim-Bissingen zu deren Mobilitätsverhalten und Einstellungen zu Mobilitätskonzepten befragt (stated preferences). Die Auswertung erfolgte dabei nicht nur nach soziodemografischen Kenngrößen, sondern auch nach der Lebensführungstypologie nach Gunnar Otte.

Ziel der Untersuchung ist es, am Beispiel der Stadt Essen die Wirksamkeit neuer Mobilitätskonzepte für einen Prognosehorizont 2030 zu analysieren. In dieser Untersuchung werden empirische Daten mit vorhandenen und neu entwickelten Modellen verknüpft. Im Fokus steht die Frage, welche Rolle der Öffentliche Verkehr in der Stadt der Zukunft inklusive dessen Vernetzung mit individuellen Verkehrsangeboten (car2Go, klassisches car sharing, Leihfahrräder, Pedelecs) sowie im Kontext von neuen Angeboten der Information- und Kommunikationstechnologie spielen wird bzw. könnte. Dabei wird die Rolle der Öffentlichen Hand mit derjenigen von privaten Investoren und der von Nutzern der Angebote verknüpft.

Mehr lesen

Ziel des Projekts war, ein Mobilitätskonzept für den Personen- und Wirtschaftsverkehr auf der Grundlage der Elektromobilität zu entwickeln und im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Luftqualität zu bewerten.

Die empirische Grundlage der Untersuchungen bildeten (1) das PSV-Verkehrsplanungsmodell, das für die Modellstadt Köln adaptiert wurde, (2) die vorhandenen bundesweiten Mobilitätsbefragungen MiD und MoP zum faktischen Mobilitätsverhalten der Bevölkerung sowie KiD zum faktischen Verhalten von Flotten im Wirtschaftsverkehr, die für Großstädte ausgewertet wurden sowie (3) Zähldaten der Stadt Köln und (4) Verkehrsflussdaten von Onboard-Units von Messfahrzeugen. Diese Daten dienten der Kalibrierung des auf Köln adaptierten Verkehrsplanungs

Die TRC GmbH hat darüber hinaus ein Aktivitäten- und Mobilitätsmodell (Wegekettenmodell) für die Abbildung der Reaktion von Verkehrsteilnehmern auf die Maßnahmen der Elektro-Mobilität angewendet (Eigenentwicklung). Als Wirkungsfelder wurden Energieverbrauch; CO2-Emissionen, lokale Luftqualität (Auswirkungen auf die Hot Spots der Luftbelastung), Effizienz des urbanen Wirtschaftsverkehrs, Kosten und Finanzierung betrachtet.

Die Berechnungen wurden für unterschiedliche Szenarien und Randbedingungen durchgeführt, als Grundlage für die Diskussion mit den zuständigen Behörden.

 

Ergebnisse: Es wurden die Luftqualitätsverbesserungen an den Hot Spots der Schadstoffimmissionen in Abhängigkeit der Durchdringungsraten der Elektromobilität ermittelt.

Es wurde die notwendige Infrastruktur für Elektromobilität (insbesondere Ladestationen) ermittelt und deren Nachfragepotenziale abgeschätzt. Es wurde ein webbasiertes, auch auf mobilen Endgeräten erreichbares multimodales Informationsportal als Prototyp mit Partnern entwickelt, das die Einführung elektrisch betriebener Fahrzeuge erleichtert. Es wurden die Strombilanzen der Elektromobilität in Verbindung mit PV-Produktion berechnet.

 

Publikation: Wolter, S.: Potenziale und Auswirkungen von Elektromobilitätslösungen für den Wirtschaftsverkehr am Beispiel der Stadt Köln. In: Verkehr neu denken. Springer Gabler Verlag, Wiesbaden, 2016