Im Land Baden-Württemberg gibt es eine Reihe von Rastanlagen (meist Parkplätze) an vom Schwerverkehr hoch belasteten Bundesstraßen-Abschnitten. Hier haben die Lkw- Fahrer teilweise Schwierigkeiten, ausreichende und geeignete Abstellmöglichkeiten zu finden, um ihre Ruhezeiten einzuhalten.

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Situation für die Lkw-Fahrer zu verbessern. Als eine Grundlage für ein entsprechendes Standortkonzept hat das VM die dort vorhandene Anzahl an möglichen Lkw-Stellplätzen ermittelt. Als weitere Grundlage muss nun die Anzahl der tatsächlich nächtlich dort parkenden Lkws erhoben werden.

Anschließend wird daraus die nächtliche Auslastung der einzelnen Rastanlagen berechnet.

Ziel des Projekts KISS ist, Impulse zur Klimaneutralität der Stuttgarter Gewerbegebiete mittels betrieblichem Mobilitätsmanagement (BMM) und mittels lokalem Energiemanagement zu erzeugen. KISS_BMM zielt dabei auf die Pendler-, Dienstweg- und Warenlieferung-Mobilität ab.

Aktuell dominiert bei den Pendlern des Synergieparks der MIV mit 51%. Der ÖV-Anteil mit 40% hat Potential nach oben. Gering ist der Anteil von Rad- und Fußverkehr. Bemerkenswert ist ferner der erhebliche Anteil hoher Fahrtweiten zwischen 11 und 40 km (einfacher Weg). Die CO2-Emissionen sind in hohem Maß dem Autoverkehr mit Verbrennern zuzuordnen. Um die Emissionen zu verringern, sind im Synergiepark zahlreiche Maßnahmen geplant und teilweise bereits umgesetzt worden.

Mit dem Projektansatz KISS_BMM soll erreicht werden, dass sich nach und nach möglichst viele Firmen in den Gewerbegebieten für den Stuttgarter Klimaschutz engagieren und entsprechende Aktivitäten entfalten. Die TRC GmbH wird dazu mit Informationen, Analysen, Entwicklungsvorschlägen, Beratungen und einer Unterstützung bei Fördermaßnahmen beitragen und Impulse setzen.

Die TRC GmbH ist auch für die Erstellung der CO2-Bilanzen zuständig. Ausgehend vom aktuellen CO2-Fußabdruck werden im Projektverlauf je Betrieb und dessen Beschäftigten reale Veränderungen, Einstellungsveränderungen sowie Defizite im Mobilitätsangebot auf individueller, anonymisierter Ebene erfasst. Die Auswertungen zur Mobilität und die Ermittlung der CO₂-Emissionen bilden die Grundlage für die Beurteilung des Erfolgs der Maßnahmen und der Notwendigkeit für neue Maßnahmen.

KISS_BMM wird unter dem Dach der WIV vom Verkehrsplanungsbüro TRC Transportation Research & Consulting GmbH, Stuttgart unterstützt von der STASA Steinbeis Angewandte Systemanalyse GmbH, Stuttgart, durchgeführt.

Zur Verkehrssituation im Feldmarkring liegen politische Anträge sowie Bürgeranfragen bzw. Beschwerden vor. Die Anwohner aus dem Gebiet und hier insbesondere Anwohner, die unmittelbar an den Zufahrten/Ausfahrten wohnen, bemängeln Belästigungen durch zu viel unnötigen Kfz-Verkehr (speziell überhöhte Geschwindigkeiten und störender Durchgangsverkehr).

Die bisherigen Maßnahmen haben weder in der Politik noch in der Bevölkerung den gewünschten Effekt erzielt. Je nach Wohnlage der Anwohner werden unterschiedliche Ansprüche formuliert.

Vor dem dargestellten Hintergrund besteht die Aufgabe der Verkehrsuntersuchung darin, die verkehrliche Situation im Untersuchungsraum zu erfassen, zu bewerten und zukunftsorientierte Lösungen unter Berücksichtigung der Anwohnerinteressen zu erarbeiten.

Die Kenntnis der Kfz-Verkehrsströme, die aus dem Quartier ausfahren (Quellverkehr), in das Quartier einfahren (Zielverkehr) und das Quartier durchfahren (Durchgangsverkehr) war der Ausgangspunkt für Überlegungen, welche Maßnahmen zu Entlastungen führen können. Aus diesem Grund wurde im Herbst 2021 eine Verkehrserhebung (Kordonerhebung) mit Kennzeichenerfassungssystem durchgeführt. Ergänzend wurden Ortsbesichtigungen und Verkehrsbeobachtungen durchgeführt und Stärken und Schwächen in einer umfassenden Bestandsanalyse dokumentiert und bewertet. Anschließend wurden Maßnahmen und Lösungen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Anwohnerinteressen erarbeitet und mit der Stadt Iserlohn abstimmt. Diese wurden abschließend in einem Verkehrskonzept mit abschließender Bewertung und Empfehlung mit Aussagen zur Wirkungseinschätzung zusammengefasst.

Das erstellte Konzept befindet sich aktuell in der politischen Diskussion. Es soll im April 2022 vom Verkehrsausschuss beschlossen werden.

Erhebungen im April 2013 belegen, dass auf und an den Bundesautobahnen etwa 11.000 Lkw-Parkstände fehlten. Die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten trägt zur Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei. Fehlt hierfür Parkraum, wird die Verkehrssicherheit insbesondere durch ordnungswidriges Parken von Lkw außerhalb der dafür vorgesehenen Parkstände reduziert. Neben der baulichen Schaffung neuer Parkstandkapazitäten finanziert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) auch den Einsatz telematischer Systeme zur besseren Auslastung der Rastanlagen. Im Rahmen eines Pilotvorhabens in Hessen werden derzeit vier Rastanlagen entlang der BAB A 45 mit einem Parkleitsystem für Lkw ausgerüstet: Basierend auf einer flächenhaften Detektion der Belegung werden durch dynamische Anzeigen auf der Autobahn und innerhalb der Rastanlagen Informationen über freie Parkkapazitäten für die Lkw-Fahrer bereitgestellt. Ziel ist es, die Lkw-Fahrer abhängig vom jeweiligen Auslastungsgrad bei der Wahl der Rastanlage und bei der Suche eines freien Parkstands innerhalb der Rastanlage zu unterstützen und damit den Parksuchverkehr zu reduzieren.

Im Rahmen der „Evaluation Lkw-Parkleitsystem BAB A 45“ wird die Nutzung von bzw. die Aufenthaltszeit auf den vier Rastanlangen des Pilotvorhabens auf der BAB 45 und den sich in diesem Streckenabschnitt befindenden Ausfahrten an Anschlussstellen systematisch erfasst. Dabei werden die Fahrzeuge mittels Kennzeichenerfassung protokolliert, sodass eine Zuordnung beim Anfahren mehrerer Rastanlagen bzw. Nutzung einer nachfolgenden Ausfahrt möglich ist und die Wirkungen und die Wirksamkeit des rastanlagenübergreifenden und des inneren Lkw-Parkleitsystems evaluiert werden können. Ergänzend werden auch Befragungen von Lkw-Fahrern durchgeführt.

Die Ergebnisse werden u.a. für die Entwicklung eines bundeseinheitlichen Konzepts für Lkw-Parkleitsysteme auf BAB benötigt.

Das Projekt wird gemeinsam mit der CAT Cichon Automatisierungstechnik GmbH, der abstracture GmbH & Co KG und dem ZLV der Uni Duisburg-Essen durchgeführt, wobei TRC die Gesamtprojektleitung für das Projekt übernommen hat.

 

Gegenstand des Auftrags ist die Durchführung einer Haushaltsbefragung / Modal-Split-Untersuchung nach dem Standard der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS). Diese Landesstandards dienen dazu, dass die lokalen Modal-Split-Erhebungen Qualitätskriterien entsprechen, die einen einheitlichen, vergleichbaren Standard für die NRW-Kommunen und eine Evaluation z.B. der Radverkehrsförderung ermöglichen. Darüber hinaus soll eine Vergleichbarkeit mit bereits in der Vergangenheit durchgeführten Erhebungen sowie übergeordneten Erhebungen (MiD, SrV) gegeben sein. Mit der Befragung soll sichergestellt werden, dass auch künftig eine aktuelle Datenbasis für die Verkehrsplanung der Stadt zur Verfügung steht, die Grundlage für die Fortschreibung und Erstellung von Verkehrsberichten, -untersuchungen und -konzepten usw. ist.

Durch den Vergleich der Verhaltensmuster der aktuellen Befragung mit denen der vorangegangenen Befragung aus dem Jahr 2011/12 lassen sich ferner Entwicklungstrends identifizieren, die ggf. der Anpassung der strategischen Ausrichtung der Verkehrsplanung an diese Trends dienen.

Die Befragung war ursprünglich in den Monaten Mai und Juni 2020 (Stichtagswochen in KW 20, 22 und 25) vorgesehen, aufgrund der Corona-Pandemie und der damit zu erwartenden verkehrlichen Ausnahmesituation wurde kurzfristig beschlossen, den Befragungszeitraum zu verschieben. 

Die Befragung wird nun im September 2022 durchgeführt.

Die Befragungsunterlagen und den Zugang zur Online-Befragung finden Sie unter:

http://www.trc-transportation.com/cms/index.php/aktuelles/241-ms-re

 

Die Änderung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) zum 01.01.2013 verpflichtet die kommunalen Aufgabenträgerinnen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in §8 Abs. 3 mit der Umsetzung einer vollständigen Barrierefreiheit für die Nutzung des ÖPNV bis zum 01. Januar 2022. Diese Frist gilt nicht, sofern im Nahverkehrsplan Ausnahmen konkret benannt und begründet werden. Er muss daher aufzeigen, in welchen Zeiträumen bzw. nach welcher Priorisierung die Barrierefreiheit im ÖPNV hergestellt werden soll und wo aus welchen Gründen die Barrierefreiheit als Ausnahme noch nicht erreicht werden kann.

Der aktuell gültige Nahverkehrsplan der Stadt Duisburg wurde am 03. Juli 2017 beschlossen. Darin enthalten sind eine Darstellung des Sachstandes des barrierefreien Ausbaus der ÖPNV-Infrastruktur sowie eine Beschreibung der allgemeinen Herangehensweise zur Umsetzung der gesetzlichen Forderung. Die Vorgaben, die sich aus §8 Abs. 3 PBefG ergeben, werden damit noch nicht erfüllt. Es ist daher vorgesehen, im Rahmen einer Teilfortschreibung ein konkretes Handlungskonzept zur Umsetzung der Barrierefreiheit im ÖPNV für die Stadt Duisburg zu erarbeiten.   

Dieses baut vor allem auf einer ausführlichen Bestandsaufnahme und -analyse aller rd. 1.900 Bus- und Bahnsteige, der Fahrzeugflotte sowie der Fahrgastinformation auf. 

Konkret werden folgende Arbeitspakete bearbeitet:

AP 1 Sichtung vorhandener Fachliteratur und Beispiele aus der Praxis

AP 2 Definition der Anforderungen

AP 3 Bestandsanalyse unter Verwendung einer Bewertungssystematik

AP 4 Begründung von Ausnahmen und Erstellung einer Prioritätenliste

AP 5 Aufstellung eins Handlungskonzeptes

AP 6 Entwurfsplanung

AP 7 Berichtswesen und Datenübergabe

 

Das Projekt wird gemeinsam mit Goudappel Coffeng bearbeitet.