Bereits heute steht eine Vielzahl an Verkehrsdaten als Open Data zu Verfügung. Dabei versucht jede Art der Datenerhebung im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten des Konzepts die tatsächliche Verkehrssituation bestmöglich zu beschreiben. Durch den unterschiedlichen Charakter und die ungleiche Qualität der Daten ist ein direkter Querabgleich der Daten jedoch nicht gewinnbringend möglich.

Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung des automatisierten, selbstoptimierenden Systems ROSY (=„ROuting eaSY“), welches unterschiedliche Datensätze wie z. B. Strukturdaten, Verkehrsströme, Querschnittsdaten aus Messstellen und Floating Car Daten (FCD) abgleicht und kombiniert und somit ein umfangreiches „Echtzeit“-Verkehrsmodell zur Verfügung stellt. Fehler und Inkonsistenzen in den einzelnen Datenquellen können zuverlässig identifiziert werden. Die validierten Daten werden dann in Form von aktuellen Karten visualisiert. Diese werden als Open Data frei zugänglich gemacht.

Die Kenntnis der Verkehrsströme und der Auslastungen in Straßennetzen in Echtzeit ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen, die bisher nicht in Echtzeit verfügbar sind. Drei Prototypen solcher Applikationen sollen im Rahmen des Projekts entwickelt werden:

  • Prototyp A: Tool zur automatischen Validierung der auf MDM/mCloud eingehenden Daten
  • Prototyp B: Tool zur Wirkungssimulation von Baustellen (in Abstimmung mit den Behörden)
  • Prototyp C: Tool zur Wirkungssimulation für die Verkehrsplanung, z. B. Auswertung der Daten der Lichtsignalanlagen (LSA)

Das System wird beispielhaft am Untersuchungsraum Stuttgart – Frankfurt betrieben und validiert. Die während des Prototypenbetriebs erhobenen und ausgewerteten Daten werden mit den zuständigen Verwaltungen diskutiert und wissenschaftlich aufbereitet.

Teilnehmende Institutionen profitieren von einer automatisierten Überprüfung ihrer Daten, die sonst kosten- und personalintensiv vor Ort durchgeführt werden muss. Die Veredelung der Messdaten in ein umfassendes, dynamisches Verkehrsmodell kommt dabei auch Regionen ohne hohe Zählstellendichte zugute, die als Teil des räumlich ausgedehnten Modells direkt von den verbesserten Verkehrsdaten der Nachbarregionen profitieren. Längerfristig besteht die Möglichkeit, auf Basis von selbstoptimierenden Verkehrsmodellen einen neuen, digitalen Zugang zu Verkehrswissen zu öffnen, der ein deutliches Potential zur Kosteneinsparung gegenüber dem bestehenden Vorgehen von Verkehrsstudien aufzeigt.

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Die keilförmige Grünfläche Beicai gehört zu einer der acht im „Masterplan Shanghai (1999-2020)“ bestimmten, keilförmigen Grünflächen im Stadtzentrum zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensbedingungen in der Stadt Shanghai. Die Grünfläche befindet sich im Bereich der Beicai-Gemeinde in günstiger Lage westlich der Wissenschaftsstadt von Zhangjiang.

In dem Wettbewerb sollen die Anforderungen des neuesten Masterplans Shanghais (2016-2040, Manuskript) an die Grünfläche betont werden, um Shanghai zu einer ausgezeichneten internationalen Stadt, einer wünschenswerten Stadt der Innovation und Kultur sowie einer Öko-Stadt zu entwickeln. Um die ökologische Funktion der Grünfläche zu erzielen, soll die Grünfläche Beicai zu einer „Stadt im Wald, Stadt der Zukunft und Stadt der Kultur“ gebildet werden,  mit der Idee von „Innovation, Koordination, Grün, Öffnung und Austausch“.

TRC beteiligt sich im Unterauftrag von Mann+Partner, München an dem Wettbewerb und wird im Rahmen der Verkehrsplanung für das Wettbewerbsareal u.a. ein Verkehrsplanungsmodell erstellen und die erforderlichen Wirkungsanalysen und Leistungsfähigkeitsnachweise erarbeiten. 

Die Arbeitsgemeinschaft IVU Umwelt GmbH, Ingenieurbüro Lohmeyer GmbH & Co. KG und TRC GmbH wurde mit der Bearbeitung des FE-Projekts 70.0912/2015 „Minderungspotenziale, Qualitätsanforderungen zum Einsatz von Verfahren zum dynamischen umweltsensitiven Verkehrsmanagement an Verkehrswegen" der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) beauftragt. 

Mit dem geplanten Forschungsansatz soll dargestellt werden:

  • wie wirksam bisher realisierte UVM-Systeme sind,
  • welche Komponenten in den eingesetzten Systemen zur räumlichen und zeitlichen Vorhersage von Luftschadstoffkonzentrationen verwendet werden, wie gut diese Prognosen sind und wie diese ggf. verbessert werden können,
  • welche Abstimmungen und Anpassungsprozesse von Verkehrsmanagement und UVM notwendig sind, um ein effektives Zusammenwirken zu realisieren,
  • welche Synergien aus einer Kopplung von VM mit UVM (Software, Hardware) resultieren können und inwieweit sich einfache Lösungen ohne wesentliche Einbußen an eine Anwendbarkeit und Wirksamkeit definieren lassen;
  • in welcher Weise finanzieller Aufwand und Wirksamkeit eines UVM in Verbin-dung mit einem VM in Beziehung stehen, und ob es, abhängig von gegebenen Randbedingungen, ein Optimum der Auslegung eines UVM gibt;
  • welchen Einfluss ein UVM auf die Stickstoffdioxid- und Feinstaubimmissionen haben kann;
  • inwieweit Lärmimmissionen, die CO2-Emissionen bzw. der Kraftstoffver-brauch sowie der Verkehrsablauf (z.B. Staubildung, Verkehrsverlagerungen in andere Bereiche) und die Verkehrssicherheit von einem UVM betroffen sind,
  • inwieweit sich ein UVM verkehrlich nicht nur hinsichtlich des regionalen, son-dern auch des überregionalen Verkehrs (BAB und Bundesfernstraßen) auswirkt.

Förderprojekt aus dem EU-Programm Frontier Cities

 

Ziel des Projekts ist, eine Plattform zu entwickeln, die die Bündelung der schnell wachsenden Lieferdienste in Großstädten ermöglicht. Sie soll einen Qualitätssprung in der Belieferung von Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten erreichen, indem den Kunden enge Lieferzeitfenster mit hoher Pünktlichkeit und - aufgrund der Bündelung - zu günstigen Preisen angeboten werden. Da die Belieferung mit weniger Fahrleistung einhergeht, wird sich die Umweltbelastung verringern. Es soll auf diese Weise eine Win-Win-Situation entstehen, die Vorteile für die Bevölkerung, die belieferten Kunden, den Einzelhandel und die Lieferfirmen selbst bietet.

 

Die Vorteile der Entwicklung sollen in einem Real-Experiment am Beispiel der Landeshauptstadt Stuttgart aufgezeigt werden. Innerhalb des Projekts wird die bestehende Lieferdienstbündelungsplattform von Lieferservice Matthias Brunner sowohl hinsichtlich des Bündelungsalgorithmus als auch hinsichtlich der Qualität der Lieferzeitprognose optimiert. TRC arbeitet an der Optimierung der Qualität der Lieferzeitprognosen als Grundlage des Bündelungsalgorithmus. Dazu sind die aktuellen und die prognostischen Reisezeiten zu ermitteln. TRC verwendet einen neuen Ansatz, wobei die Reisezeiten mittels Kombination eines zeitlich auf Minutenebene und räumlich auf Baublockseiten disaggregierten Verkehrsmodells mit den Daten aus den Messstellen der IVLZ ermittelt werden. Für die Kommune ergibt sich aus diesem Vorgehen der Vorteil, dass das bestehende Verkehrsmodell und die bestehenden Messstellen der Verkehrsleitzentrale in einer neuen Anwendung weiteren Nutzen stiften.

 

Beteiligt sind neben der TRC GmbH die Stadt Stuttgart mit Integrierte Verkehrsleitzentrale IVLZ, Lieferservice Matthias Brunner und die abstracture GmbH & Co. KG

 

 

Die BrennerPlan GmbH und TRC GmbH haben mit Ihrer gemeinsamen Vorstellung ihres Gesamtkonzepts den Gemeinderat überzeugt und wurden mit der Erstellung des Verkehrsentwicklungsplans 2030 beauftragt. Der Verkehrsentwicklungsplan für Bietigheim-Bissingen wurde zuletzt 2007 fortgeschrieben. Die Bearbeitung war jedoch ausschließlich auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet. In der neuen Fortschreibung für das Jahr 2030 sollen alle Verkehrsmittel und Verkehrsteilnehmer einbezogen und berücksichtigt werden.

 

Es werden u.a. folgende Leistungen zur Erstellung des Verkehrsentwicklungsplans für die Stadt Bietigheim-Bissingen erbracht:

- Verkehrserhebungen (Video-Knotenpunktzählungen, Verkehrsbefragungen, telefonische und schriftliche Haushaltsbefragungen, Erhebungen im ÖPNV, sowie Erhebungen im ruhenden Verkehr.

- Analyse der Verkehrsnachfrage, Fahrgastzahlen im ÖPNV, des ruhenden Verkehrs, Auswertung der Mobilitätskennziffern

- Aufbau eines makroskopischen Verkehrsmodells

- Verkehrsprognose

- Leistungsfähigkeitsüberprüfung vereinzelter Knotenpunkte

- Entwicklung eines verkehrlichen Leitbildes und eines nachhaltigen Gesamtverkehrskonzeptes

- Workshops und Bürgerinformationsveranstaltungen

 

Bereits abgeschlossen ist die telefonische Haushaltsbefragung zur „Motivforschung“ und Einstellung zu alternativen Mobilitätsangeboten. TRC erstellte den Fragebogen und führte die Auswertung durch. Mit der Durchführung der repräsentativen Telefonbefragung (Computer Assisted Telephone Interview (CATI)) war das Sozialwissenschaftliche Umfragezentrum, Duisburg, (SUZ), im Unterauftrag der TRC GmbH engagiert.

 

Innerhalb der angerufenen Haushalte fand eine Zufallsauswahl nach der Last-Birthday-Methode statt, d.h. befragt wurde immer die Person, die zuletzt Geburtstag hatte und mindestens 18 Jahre alt war. Dabei wird immer nur eine Person pro Haushalt befragt. Im Rahmen der Studie wurden 4669 Kontakte abgeschlossen, davon gab es 1747 Verweigerungen oder Abbrüche, 497 Neutrale Ausfälle I (Zielperson verstorben, dauerhaft erkrankt, nicht erreichbar) und 1421 Neutrale Ausfälle II (falsche Nummer, Fax, Geschäftsanschluss, etc.). Erfolgreich durchgeführt wurden 1004 Interviews. Unter den befragten Personen befanden sich 515 Frauen und 489 Männer.

Befragungsinhalte waren neben allgemeinen Fragen zum Mobilitätsverhalten und zur Einstellung zu alternativen Mobilitätsangeboten im speziellen (stated preferences) Fragen zur Soziodemographie sowie zur Lebensführungstypologie (nach Gunnar Otte).

Die hohe Qualität der durchgeführten Arbeiten und die gewonnenen Erkenntnisse innerhalb des Elektromobilität-Projektes "colognE-mobil I" haben den Fördermittelgeber dazu bewogen, das Projekt in einer zweiten Phase ab Mitte 2012 weiterzuführen, um bestimmte Aspekte weiter zu vertiefen. TRC wird sich in dieser Projektphase dem Wirtschaftsverkehr und sonstigen Verkehren mit Fahrzeugflotten (Pflegedienste, etc.) sowie öffentlichen Verkehren (ÖPNV, Taxen, CarSharing, etc.) widmen und das entwickelte Wegekettenmodell für den MIV (Datenbasis MOP) auch auf diese Wirtschaftsverkehre (Datenbasis u.a. KiD) erweitern, um Kenntnisse über deren Verkehrsströme, Routen im Netz und die räumliche und zeitliche Verteilung der Fahrzeuge sowie deren Aufenthaltszeiten am Zielort zu erhalten.

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Von der Industriekultur zur Dienstleistungskultur. Mit der Dienstleistungskultur zur Klimakultur. TRC hat im Projekt Klimainitiative Essen das Handlungsfeld „Mobilität“ übernommen und bearbeitet dort die Themen „Fahrradverkehr“, „klimaverträglicheres Autofahren“ und „Öffentlicher Verkehr“. Darüber hinaus hat TRC die Federführung für die Weiterentwicklung des Energy Efficiency Controller übernommen. Das Projekt wird vom BMBF gefördert, die Laufzeit beträgt 5 Jahre.