Mit der „Erlebniswelt Silbersee" verfügt der Marktflecken Frielendorf über ein attraktives und bekanntes Ferien- und Naherholungsgebiet, das weit über die Orts- und Kreisgrenzen hinaus bekannt ist. In der Hochsaison zeigt sich, dass die vorhandene Infrastruktur sowohl für den ruhenden, als auch für den fließenden Verkehr, nicht ausreichend ist und dringender Handlungsbedarf entstanden ist. Parkraum in angemessener Entfernung zu den Freizeitattraktivitäten ist in dieser Zeit relativ knapp. Die Erschließungsstraßen sind zudem relativ schmal bemessen, und aus diesem Grund soll der vorhandene Radweg auf eine Trasse außerhalb der Hauptverkehrsstraße verlegt werden, um die Sicherheit für die Radfahrer zu verbessern. Im Bereich des Parkplatzes am See (ehem. Miniatureisenbahn) soll eine Ladestation für E-Autos und am WellnessParadies eine E-Bike- und Pedelec-Verleihstation entstehen. Im Bereich des „Silbersee-Bob" plant ein Investor einen Tierpark für Affen. Da bei steigender Attraktivität des Gebietes auch mit einem ansteigenden Verkehrsaufkommen zu rechnen ist, sollte die Verkehrssituation in diesem Bereich von Grund auf von einem außenstehenden neutral betrachtet und überdacht werden.

Auf der Grundlage einer umfassenden Bestands-und Problemanalyse (inkl. Verkehrszählung und -Befragungen, Befahrungen und Begehungen) erarbeitete die TRC GmbH ein Leitbild sowie verschiedene verkehrliche Maßnahmen (für Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV-Nutzer, den MIV sowie den Wirtschaftsverkehr) für das Untersuchungsgebiet. In einem Abwägungsprozess wurden die Maßnahmen mit dem Auftraggeber diskutiert und abgestimmt und anschließend eine Umsetzungsstrategie erarbeitet. Die Arbeiten wurden dokumentiert und erläutert und führten zu einem integrierten Verkehrskonzept für das Ferien- und Freizeitgebiet Silbersee in Frielendorf".

 

Die Stadt Ratingen beabsichtigt, den Bereich rund um die Siemensstraße in Ratingen Lintorf planungsrechtlich neu zu strukturieren. Dazu wurde bereits 2019 der Bebauungsplan L 413 „Gewerbegebiet Siemensstraße“ aufgestellt. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans soll die Rechtsgrundlage für die Ansiedlung einer mit der angrenzenden Wohnbebauung verträglichen gewerblichen Nutzung verbunden mit einer hohen Arbeitsplatzdichte geschaffen werden.

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurde die Erstellung einer Verkehrsuntersuchung notwendig.

Die zu erstellende Verkehrsuntersuchung sollte neben den Aussagen zur Verkehrsentwicklung und der anzustrebenden Verkehrsregelung hinaus Grundlagen für ein Emissionsgutachten liefern.

Zur Verkehrssituation im Feldmarkring liegen politische Anträge sowie Bürgeranfragen bzw. Beschwerden vor. Die Anwohner aus dem Gebiet und hier insbesondere Anwohner, die unmittelbar an den Zufahrten/Ausfahrten wohnen, bemängeln Belästigungen durch zu viel unnötigen Kfz-Verkehr (speziell überhöhte Geschwindigkeiten und störender Durchgangsverkehr).

Die bisherigen Maßnahmen haben weder in der Politik noch in der Bevölkerung den gewünschten Effekt erzielt. Je nach Wohnlage der Anwohner werden unterschiedliche Ansprüche formuliert.

Vor dem dargestellten Hintergrund bestand die Aufgabe der Verkehrsuntersuchung darin, die verkehrliche Situation im Untersuchungsraum zu erfassen, zu bewerten und zukunftsorientierte Lösungen unter Berücksichtigung der Anwohnerinteressen zu erarbeiten.

Die Kenntnis der Kfz-Verkehrsströme, die aus dem Quartier ausfahren (Quellverkehr), in das Quartier einfahren (Zielverkehr) und das Quartier durchfahren (Durchgangsverkehr) war der Ausgangspunkt für Überlegungen, welche Maßnahmen zu Entlastungen führen können. Aus diesem Grund wurde im Herbst 2021 eine Verkehrserhebung (Kordonerhebung) mit Kennzeichenerfassungssystem durchgeführt. Ergänzend wurden Ortsbesichtigungen und Verkehrsbeobachtungen durchgeführt und Stärken und Schwächen in einer umfassenden Bestandsanalyse dokumentiert und bewertet. Anschließend wurden Maßnahmen und Lösungen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Anwohnerinteressen erarbeitet und mit der Stadt Iserlohn abstimmt. Diese wurden abschließend in einem Verkehrskonzept mit abschließender Bewertung und Empfehlung mit Aussagen zur Wirkungseinschätzung zusammengefasst.

Das erstellte Konzept wurde im April 2022 vom Verkehrsausschuss beschlossen.

Die Städte Krefeld, Willich und Mönchengladbach planen gemeinsam mit dem Kreis Viersen eine ca. 15 km lange Radschnellwegverbindung. Diese soll parallel zu einer wenig befahrenen bzw. bereits stillgelegten Bahntrasse realisiert werden. In Willich hat die Stadt bereits einen Radweg auf der Bahntrasse im Rahmen des Handlungsprogramms Alleenradwege des Landes NRW errichtet.

In einer Potenzial- und Machbarkeitsstudie sollte eine Ermittlung und Bewertung der mit der Realisierung der Projektidee einhergehenden verkehrlichen Potenziale, der technischen Umsetzungsfähigkeit und eine erste grobe Abschätzung der Wirtschaftlichkeit erfolgen.

Darin sollten aus den voruntersuchten Trassenkorridoren umsetzungsfähige Zielvarianten mit detaillierter Beschreibung der Trasse und Kreuzungen unter Berücksichtigung städtebaulicher, gestalterischer und verkehrlicher Anbindung erarbeitet werden. Ebenso waren punktuelle Lösungen und Kostenermittlungen für Einzelabschnitte und Sonderbauwerke Kern der Aufgabenstellung.

Die Erarbeitung einer umsetzungsfähigen Zielvariante mit detaillierter Linienbestimmung erfolgte in enger Abstimmung mit der BEG und der DB AG als Auftraggeberin sowie Vertretern der zuständigen Fachämter der o.g. Kommunen, des Kreises Viersen, des Landestraßenbetriebes NRW und der Unteren Landschaftsbehörde.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro H. Berg und Partner GmbH aus Aachen durchgeführt, die TRC GmbH war für die Potenzialanalyse und die Nutzen-Kosten-Analyse (NKA) zuständig. Die Bewertung der Trassenkorridore bzw. die Abschätzung der Nutzerpotentiale sowie die Datengrundlage für die NKA (v.a. verlagerte Pkw-Fahrleistung) erfolgte dabei mit Hilfe eines Verkehrsmodells.

Gegenstand des Planungswettbewerbs war die Ausarbeitung eines Entwurfsvorschlags für die Umgestaltung des Stadtraums der B 14 zwischen dem Portal Schwanenplatztunnel und dem Portal Heslacher Tunnel im Hinblick auf die Weiterentwicklung städtebaulicher Qualitäten unter Berücksichtigung verkehrstechnischer Erfordernisse und Randbedingungen.

 

Die Erarbeitung des Wettbewerbsbeitrags erfolgte in einer Arbeitsgemeinschaft der Stuttgarter Unternehmen SBA GmbH Architektur und Städtebau, TRC Transportation Research and Consulting GmbH sowie g2-Landschaftsarchitekten PartGmbB (Gauder + Gehring Freie Landschaftsarchitekten BDLA) und erreichte den 3. Preis. 

 

Der Schwerpunkt des Konzepts liegt in der attraktiven Gestaltung des öffentlichen Raums als Grünraum mit Fokus auf das Stadtklima und der Schaffung eines durchgängigen Grünzugs („Grünes Band“) mit Bereichen für Aufenthalt und Verkehr. Bewusst wurde auf eine breite Mittelinsel verzichtet, um die frei werdenden Flächen den Rändern zuzuschlagen, um dort attraktive Aufenthalts- und Platzflächen zu schaffen. Beidseitig gefasst wird das Band durch breite Fußwege, die zum Flanieren einladen. Es bildet Bereiche mit begrünten Parkflächen und öffnet sich dann an den Kreuzungspunkten wieder zu urbanen Spielplätzen. Die einzelnen Teilabschnitte des grünen Bands sind in unterschiedliche Sequenzen der Gestaltung und Freiraumnutzung gegliedert: Extensive Nutzungen bei denen der Fokus auf Umwelt- und Klimaverbesserung im Vordergrund stehen und intensiv genutzte Bereiche die dem innerstädtischen Nutzungsdruck durch Bürger und Besucher gerecht werden, wechseln sich im Gleichgewicht ab.

Verkehrsbauwerke sollen konsequent zurück gebaut werden und der Verkehr ebenerdig mit klarer Zuordnung in befahrbare und nicht befahrbare Bereiche angeordnet werden. Die Straße wird auf der Innenstadtseite geführt wobei ein großzügiger Bereich für Fußgänger und Radfahrer angeboten wird. Das schafft eine klare Orientierung und gute Anbindungsmöglichkeiten an die Quartiere.

Die Platzräume werden konsequent und durchgängig als Gelenke ausgebildet und schaffen räumliche und funktionale Vernetzung in die angrenzenden Quartiere.

Die städtebaulichen Veränderungen beschränken sich auf eine Neubebauung im IBA-Quartier. Durch die Aufwertung des öffentlichen Raums besteht darüber hinaus die Chance der Aufwertung der Raumkanten, insbesondere der Erdgeschosszonen.

 

Die Wettbewerbsarbeit steht unter folgendem Link (von unserem Projektpartner SBA) zum Download bereit:

Wettbewerbsarbeit_Neuer Stadtraum B14 Stuttgart_TRC_SBA_G2

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie auf der Homepage der Stadt Stuttgart

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Für die Krefelder Promenade sollte eine Potentialanalyse des Radverkehrs erstellt werden. Die Krefelder Promenade verläuft auf ehemaligen Bahntrassen von West nach Ost quer durch Krefeld von Forstwald bis nach Uerdingen. Sie wurde auf der Grundlage vorhergegangener Untersuchungen in 16 Abschnitte unterteilt, die einzeln zu untersuchen waren. Um die erforderlichen Maßnahmen für den Ausbau begründen zu können, war eine Analyse der Radverkehrspotentiale vorgesehen. Zu ermitteln waren die täglichen Radfahrer auf der Promenade mit Hilfe eines eigens dafür erarbeiteten Verkehrsmodells. Zur Ermittlung des Nachfragepotenzials der Krefelder Promenade wurde mit den Eckdaten der Haushaltsbefragung 2017 ein multimodales Verkehrsmodell aufgebaut, das sich aus einem Netzmodell und einem Nachfragemodell zusammensetzt. Das Untersuchungsgebiet wurde in insgesamt 97 Binnenzellen (Grobmodell) bzw. in 558 Binnenzellen (Feinmodell auf Baublockebene) unterteilt. Die Umgebung von Krefeld wurde durch 27 Verkehrszellen an den Ein-/ Ausfahrmöglichkeiten an der Stadtgrenze erfasst (Kordonmethode).

Das Nachfragemodell wurde mit einem 4-Stufenansatz erstellt, der die Stufen „Verkehrserzeugung“, „Verkehrsverteilung“, „Modal Split“ und „Umlegung“ umfasst. Die Datengrundlage für die Nachfragemodellierung lieferten die Haushaltsbefragung 2017, die verfügbaren Zahlen zur Einwohnerstatistik auf Baublockebene (31.12.2019) sowie die Schulstatistik für die verschiedenen Schularten. Die Wege der Umlandbevölkerung, die innerhalb von Krefeld durchgeführt werden, wurden mit Hilfe der Pendlerstatistik berechnet.

Mit Hilfe des Verkehrsmodells wurde das Radverkehrspotenzial für verschiedene Konstellationen (Planfälle) berechnet und aufbereitet.

Im Auftrag von SBA International (Shanghai) untersucht TRC die Leistungsfähigkeit und Funktionalität des geplanten Straßennetzes in der South No.1 Area Of Shanghai International Tourist Resort Urban Design, also dem 2,7 km² großen Entwicklungsgebiet direkt südlich des Disneyland Themenparks in Shanghai. Das Verkehrskonzept / die Verkehrsuntersuchung beinhaltet die Erstellung eines Verkehrsmodells, um die Leistungsfähigkeitsanalysen, vergleichenden Wirkungsanalysen und Leistungsfähigkeitsnachweise auf eine verlässliche Datengrundlage beziehen zu können.  

Hedong ist die "Neustadt" zu Suining auf der östlichen Uferseite des Fu Flusses in der Proving Sichuan. Die vorgesehenen Kennwerte der Bebauung sind im Hedong New District 2nd Stage Regulatory Plan festgeschrieben, der eine Landfläche von über 16 km² umfasst. Bei dem konkret im Detail von SBA städtebaulich zu planenden Teil von Suining handelt es sich um einen Finanzdistrikt in moderaten Massstab mit einer Fläche von 0,67 km².

Aufgabe von TRC ist es, die Verkehrsnachfrage abzuschätzen und den städtebaulichen Entwurf hinsichtlich Leistungsfähigkeit des Straßennetzes bzw. der Dimensionierung der Straßen sowie der Notwendigkeit von Anschlüssen an die Yongxing Avenue (Brücke) zu überprüfen. Die Erstellung des Verkehrsgutachtens (Verkehrskonzept (Optimierung der Straßenquerschnitte im Hinblick auf Fahrstreifenanzahl, Aufteilung des Querschnitts, Gestaltung und Widmung), Leistungsfähigkeitsnachweise und Wirkungsanalysen für das Straßennetz) erfolgt mit Hilfe eines makroskopischen Verkehrsplanungsmodells (rd. 100 Verkehrszellen, Abdeckung des Hedong New District 2nd Stage).