Die Rheinbrücke „Neuenkamp“ soll durch einen Neubau ersetzt werden. Sie bildet die zentrale Verbindung zwischen den Innenstädten von Duisburg und Moers. Auf der Grundlage des Projektes „Potenzial- und Machbarkeitsanalyse von Radschnellverbindungen in der Stadt Duisburg“ und der Arbeitsergebnisse des Korridors nach Moers wurde ein ausreichend hohes Potenzial für eine Radschnellwegverbindung zwischen Duisburg und Moers ermittelt. Im Zuge der derzeiten Brückenplanungen sind jedoch lediglich normale Fuß- und Gehwege für die Rheinquerung vorgesehen, die den zukünftigen Anforderungen an die wachsenden Radverkehrsstärken und den geforderten Standards von Radschnellwegen nicht gerecht werden. Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen hat die Bereitschaft gezeigt, die begleitenden Rad- und Gehwege entsprechend der Radschnellweg-Standards zu verbreitern, sofern die Machbarkeit und ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis nachgewiesen werden können. Die Aufgabenstellung umfasste deshalb u.a. die Voruntersuchung nach RE-Standard mit Lageplänen, Höhenplänen, Regelquerschnitten, Ersteinschätzung der UVP-Pflicht und Kostenschätzung nach AKVS, eine Potentialuntersuchung mit Quantifizierung der Verlagerungseffekte unter Berücksichtigung der Binnenverkehre in Moers (dazu Erweiterung des bestehenden Verkehrsmodells der Stadt Duisburg um die Stadt Moers) sowie die Erarbeitung einer Nutzen-Kosten-Analyse.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro H. Berg und Partner GmbH aus Aachen erstellt. Die TRC GmbH bearbeitete im Wesentlichen die Potenzialanalyse (und die damit verbundenen Verkehrsmodellarbeiten) sowie den Nachweis der Wirtschaftlichkeit bzw. Erarbeitung einer Nutzen-Kosten-Analyse.

Aufgrund der anhaltenden Überschreitung der Luftqualitätsgrenzwerte für NOx bzw. NO2 an der Verkehrsmessstation Mülheim Aktienstraße (VMHA) wurde seitens der Stadt ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit 5 Themenschwerpunkten aufgestellt, die in einem Masterplan zur Verbesserung der Luftqualität zusammengeführt werden sollen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollten hinsichtlich ihrer schadstoffmindernden Wirkungen sowie der finanziellen und zeitlichen Realisierungsbedingungen analysiert und bewertet und zu einem konsistenten Maßnahmenbündel zusammengefasst werden.

 

Leistungen der TRC GmbH (Auswahl): Verkehrserhebungen, Messfahrten (MIV und Tram), Befragungen (Online-Umfrage) und Experteninterviews, Ermittlung der verkehrlichen Wirkung verschiedener Maßnahmen und Maßnahmenbündel (Potentialanalysen), Emissions- und Immissionsberechnungen verschiedener Maßnahmen und Maßnahmenbündel, Ermittlung von Kosten und der NO2-Kosteneffizienz, Bewertung und Priorisierung von Maßnahmen.

Die Arbeitsgemeinschaft IVU Umwelt GmbH, Ingenieurbüro Lohmeyer GmbH & Co. KG und TRC GmbH wurde mit der Bearbeitung des FE-Projekts 70.0912/2015 „Minderungspotenziale, Qualitätsanforderungen zum Einsatz von Verfahren zum dynamischen umweltsensitiven Verkehrsmanagement an Verkehrswegen" der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) beauftragt. 

Um die verbindlichen Grenzwerte der Immissionsbelastung der 39. BImSchV einzuhalten, wurden und werden kommunale und regionale Luftreinhaltepläne erstellt und Minderungsmaßnahmen festgelegt. Auf Grund des hohen Verursacheranteils haben Maßnahmen für den Kfz-Verkehr dabei eine besondere Bedeutung.
Zu unterscheiden sind beim Kfz-Verkehr statische und dynamische Maßnahmen. Als dynamische Maßnahme wird zur Senkung der Immissionsbelastungen an den Hotspots vermehrt auf das umweltsensitive Verkehrsmanagement (UVM)  gesetzt, um die Eingriffe in den Verkehrsablauf auf solche Situationen zu beschränken, die hinsichtlich der Einhaltung von Grenzwerten der Luftqualität besonders effektiv sind. Für den Einsatz des UVM ist ein System erforderlich, das es erlaubt, die aktuelle und/oder zu erwartende Luftschadstoffbelastung zu bestimmen sowie die notwendigen Informationen für die Umsetzung von Steuerungsmaßnahmen bereitzustellen. Es sollte im Forschungsprojekt dargestellt werden:

  • wie wirksam bisher realisierte UVM-Systeme sind,
  • welche Komponenten in den eingesetzten Systemen zur räumlichen und zeitlichen Vorhersage von Luftschadstoffkonzentrationen verwendet werden, wie gut diese Prognosen sind und wie diese ggf. verbessert werden können,
  • welche Abstimmungen und Anpassungsprozesse von Verkehrsmanagement und UVM notwendig sind, um ein effektives Zusammenwirken zu realisieren,
  • welche Synergien aus einer Kopplung von VM mit UVM (Software, Hardware) resultieren können und inwieweit sich einfache Lösungen ohne wesentliche Einbußen an eine Anwendbarkeit und Wirksamkeit definieren lassen;
  • in welcher Weise finanzieller Aufwand und Wirksamkeit eines UVM in Verbin-dung mit einem VM in Beziehung stehen, und ob es, abhängig von gegebenen Randbedingungen, ein Optimum der Auslegung eines UVM gibt;
  • welchen Einfluss ein UVM auf die Stickstoffdioxid- und Feinstaubimmissionen haben kann;
  • inwieweit Lärmimmissionen, die CO2-Emissionen bzw. der Kraftstoffver-brauch sowie der Verkehrsablauf (z.B. Staubildung, Verkehrsverlagerungen in andere Bereiche) und die Verkehrssicherheit von einem UVM betroffen sind,
  • inwieweit sich ein UVM verkehrlich nicht nur hinsichtlich des regionalen, son-dern auch des überregionalen Verkehrs (BAB und Bundesfernstraßen) auswirkt.

Ziel der Untersuchung ist es, am Beispiel der Stadt Essen die Wirksamkeit neuer Mobilitätskonzepte für einen Prognosehorizont 2030 zu analysieren. In dieser Untersuchung werden empirische Daten mit vorhandenen und neu entwickelten Modellen verknüpft. Im Fokus steht die Frage, welche Rolle der Öffentliche Verkehr in der Stadt der Zukunft inklusive dessen Vernetzung mit individuellen Verkehrsangeboten (car2Go, klassisches car sharing, Leihfahrräder, Pedelecs) sowie im Kontext von neuen Angeboten der Information- und Kommunikationstechnologie spielen wird bzw. könnte. Dabei wird die Rolle der Öffentlichen Hand mit derjenigen von privaten Investoren und der von Nutzern der Angebote verknüpft.

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TRC ist Mitglied im Konsortium des Projektes "colognE-mobil" der "Modellregion Elektromobilität Region Rhein-Ruhr", das zusammen mit verschiedenen Lehrstühlen der Universität Duisburg-Essen, den Kölner Fordwerken, der Stadt Köln und dem Versorger Rheinenergie 25 Elektrofahrzeuge im Großraum Köln im Alltag testete. Generelles Ziel des Projekts war, einen Beitrag zu leisten zur Frage, welche Auswirkungen bei einer sukzessiven Marktdurchdringung von Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeugen im Stadtverkehr in den Themenfeldern Energiebedarf und Umweltauswirkungen zu erwarten sind.

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TRC Transportation Research & Consulting war Unterauftragnehmer des Megacity-Verbundprojektes Shanghai: Integrative Ansätze für eine nachhaltige und energieeffiziente Stadtentwicklung, Stadtgestaltung, Mobilität, Bauen und Wohnen. TRC betreute dort die Entwicklung eines Energie-Effizienz-Controllers (EEC) mit den Unterthemen Mobilität, Gebäudenutzung und regenerative Energieproduktion, der tagesaktuelle Bilanzen des Energieverbrauchs in einem Stadtteil von Shanghai liefert.

Von der Industriekultur zur Dienstleistungskultur. Mit der Dienstleistungskultur zur Klimakultur. TRC hat im Projekt Klima-Initiative Essen das Handlungsfeld „Mobilität“ übernommen und bearbeitete dort die Themen „Fahrradverkehr“, „klimaverträglicheres Autofahren“ und „Öffentlicher Verkehr“.

Verschiedene Maßnahmen wurden umgesetzt und ex post von TRC bewertet. Dazu wurden die Einstellungen der Bevölkerung zu neuen Mobilitätsformen über telefonische und internetbasierte Befragungen ermittelt und Verkehrserhebungen durchgeführt. Die aktualisierte PSV-Software wurde für die Hochrechnung der Wirkungen auf die gesamte Stadtbevölkerung genutzt.

Für ausgewählte Maßnahmen hat TRC darüber hinaus, aufbauend auf den Wegekettendaten der Haushaltsbefragung 2001, eigene Simulationssoftware entwickelt und zur Ermittlung von Wirkungen eingesetzt.

Maßnahmen einer nachhaltigen Mobilität

Die untersuchten Maßnahmen betrafen u.a. 

die Verbesserung der Radinfrastruktur durch die Stadt Essen und deren Tochter Allbau. TRC hat hierzu ein Radwegenetzkonzept für die Gesamtstadt beigesteuert und einen Leitfaden für Abstellanlagen erarbeitet.

TRC hat zur Verbesserung der Radnutzung durch stadtweite Kampagnen, insbesondere die Organisation des jährlichen „STADTRADELN“ beigetragen. Neben der Organisation und Betreuung hat TRC auch die ex post Bewertung der Maßnahme auf der Grundlage von Internetfragebögen vorgenommen.

In Essen wurde Car Sharing durch verschiedene Anbieter in Verbindung mit der Essener Verkehrs AG eingeführt. TRC hat die ex ante Bewertung der Maßnahme mittels Simulation von Wegeketten vorgenommen.

TRC hat eine CO2-Mobilitäts-App entwickelt, die es individuellen Nutzern ermöglicht, die täglichen CO2-Emissionen zu erfassen.

TRC wurde das Monitoring aller mobilitätsbezogenen Maßnahmen übertragen. Dazu entwickelte TRC eine auf Essen angepasste Version des „Energy Efficiency Controllers EEC“, die die dynamischen Daten der Verkehrsleitzentrale der Straßenverwaltung nutzt und den stündlichen Energieverbrauch und die CO2-Emissionen des Kfz-Verkehrs im Straßennetz der Stadt Essen ermittelt.

 

Publikationen:

_Wessely, A.; Wolter, S.: Bilanzierung, Potenzialanalyse und Monitoring der verkehrsbedingten Energieverbräuche in Essen sowie Handlungsansätze zur Reduzierung der CO2-Emissionen. In: Wagner, H.-J.; Görres, J. (Hg.): Wettbewerb Energieeffiziente Stadt - Band 2: Energieversorgung, Energiebilanzierung und Monitoring, LIT Verlag, Berlin, 2014

_Wolsing, D.; Wolter, S. et al.: klima|werk|stadt|essen – Handeln in einer neuen Klimakultur. In: Wagner, H.-J.; von Both, P. (Hg.): Wettbewerb Energieeffiziente Stadt - Band 8: Gute Beispiele der Umsetzungsphase, LIT Verlag, Berlin, 2016