Für die Krefelder Promenade sollte eine Potentialanalyse des Radverkehrs erstellt werden. Die Krefelder Promenade verläuft auf ehemaligen Bahntrassen von West nach Ost quer durch Krefeld von Forstwald bis nach Uerdingen. Sie wurde auf der Grundlage vorhergegangener Untersuchungen in 16 Abschnitte unterteilt, die einzeln zu untersuchen waren. Um die erforderlichen Maßnahmen für den Ausbau begründen zu können, war eine Analyse der Radverkehrspotentiale vorgesehen. Zu ermitteln waren die täglichen Radfahrer auf der Promenade mit Hilfe eines eigens dafür erarbeiteten Verkehrsmodells. Zur Ermittlung des Nachfragepotenzials der Krefelder Promenade wurde mit den Eckdaten der Haushaltsbefragung 2017 ein multimodales Verkehrsmodell aufgebaut, das sich aus einem Netzmodell und einem Nachfragemodell zusammensetzt. Das Untersuchungsgebiet wurde in insgesamt 97 Binnenzellen (Grobmodell) bzw. in 558 Binnenzellen (Feinmodell auf Baublockebene) unterteilt. Die Umgebung von Krefeld wurde durch 27 Verkehrszellen an den Ein-/ Ausfahrmöglichkeiten an der Stadtgrenze erfasst (Kordonmethode).

Das Nachfragemodell wurde mit einem 4-Stufenansatz erstellt, der die Stufen „Verkehrserzeugung“, „Verkehrsverteilung“, „Modal Split“ und „Umlegung“ umfasst. Die Datengrundlage für die Nachfragemodellierung lieferten die Haushaltsbefragung 2017, die verfügbaren Zahlen zur Einwohnerstatistik auf Baublockebene (31.12.2019) sowie die Schulstatistik für die verschiedenen Schularten. Die Wege der Umlandbevölkerung, die innerhalb von Krefeld durchgeführt werden, wurden mit Hilfe der Pendlerstatistik berechnet.

Mit Hilfe des Verkehrsmodells wurde das Radverkehrspotenzial für verschiedene Konstellationen (Planfälle) berechnet und aufbereitet.