Für die kommunale Verkehrsplanung ist es wichtig das Mobilitätsverhalten und die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung zu kennen. Hierzu dient eine detaillierte Mobiltätsbefragung der Bürger. 

Aus allen ermittelten Angaben sollten umfassende Erkenntnisse darüber gewonnen werden, mit welchen Verkehrsmitteln die Bürger sich wohin bewegen, wie sie zur Arbeit oder zur Schule, zum Einkaufen oder zur Behörde, ins Kino oder ins Schwimmbad kommen. Erkennbar wird auch, wie viel Zeit für die Mobilität aufgewendet werden muss und welche Entfernungen es zurückzulegen gilt.

Die umfangreichen Ergebnisse einer solchen Untersuchung ermöglichten Aussagen gesamtstädtisch und auch auf Stadtbezirks- und Stadtteilebene. Sie lassen repräsentative Aussagen über die Verkehrsteilnahme und Verkehrsmittelnutzung der gesamten Wohnbevölkerung zu.

In diesem Wissen liegt ein wichtiger Baustein für eine vorausschauende, bürgerorientierte Verkehrsplanung.

Die in Gelsenkirchen durchgeführte Modal-Split-Untersuchung erfolgte nach dem Standard der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS). Diese Landesstandards dienen dazu, dass die lokalen Modal-Split-Erhebungen Qualitätskriterien entsprechen, die einen einheitlichen, vergleichbaren Standard für die NRW-Kommunen und eine Evaluation z.B. der Radverkehrsförderung ermöglichen. Darüber hinaus soll eine Vergleichbarkeit mit übergeordneten Erhebungen gegeben sein. Die Teilnahme war "schriftlich-postalisch", über einen Onlinefragebogen (Internet) oder telefonisch möglich.

Die Hauptbefragung erfolgte in 3 Erhebungswellen mit jeweils 3 Stichtagen in den Kalenderwochen (KW) 17, 19 & 21. Ca. 1 Woche vor dem Stichtag wurden die insgesamt 20.000 Haushalte (Zufallsstichprobe) in der Stadt Gelsenkirchen angeschrieben. Teilnehmen konnten aus statistischen Gründen nur die angeschriebenen Haushalte, die per Post einen individuellen Zugangscode erhalten hatten. Die Teilnahme an der Befragung war freiwillig.