TRC ist Mitglied im Konsortium des Projektes "colognE-mobil" der "Modellregion Elektromobilität Region Rhein-Ruhr", das zusammen mit verschiedenen Lehrstühlen der Universität Duisburg-Essen, den Kölner Fordwerken, der Stadt Köln und dem Versorger Rheinenergie 25 Elektrofahrzeuge im Großraum Köln im Alltag testete. Generelles Ziel des Projekts war, einen Beitrag zu leisten zur Frage, welche Auswirkungen bei einer sukzessiven Marktdurchdringung von Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeugen im Stadtverkehr in den Themenfeldern Energiebedarf und Umweltauswirkungen zu erwarten sind.

 

TRC entwickelte dazu einen empirisch-simulativen Ansatz, der geeignet war, die zu erwartenden Auswirkungen der Elektromobilität auf die Mobilitätsstruktur von Personen und auf die Infrastruktur mit ihren Umgebungsräumen zu ermitteln. Die Untersuchung sollte konkrete Antworten auf nachstehende Fragen finden:

 

  • Notwendigkeit, tagsüber zu laden,
  • Energiebedarf über den Tag in Abhängigkeit alternativer Ladestrategien der Nutzer,
  • Anzahl und Standorte von Ladestationen im öffentlichen Raum,
  • Möglichkeiten der Nutzung von Photovoltaik für die Elektromobilität,
  • Auswirkungen auf die Umwelt, speziell Luftqualität. 

 

Verkehrssimulationen sind grundsätzlich zur Beantwortung derartiger Fragestellungen geeignet, sie müssen jedoch angepasst werden. Ziel war deshalb, ein Simulationsmodell aufzubauen, das in der Lage ist, einen urbanen Raum mit den Fahrbewegungen einer repräsentativen Population in seinen zeitlichen und räumlichen Bewegungen abzubilden. TRC entwickelte hierfür einen neuen Ansatz der Wegekettensimulation. 

 

Die Ergebnisse wurden u.a. veröffentlicht in Biniok, K., Schönharting, J., Wessely, A., Wolter, S.: Energieverbrauch und Ladestrategien für Elektromobilität in Metropolräumen, aufgezeigt am Beispiel colognE-mobil (Köln). In: Straßenverkehrstechnik, Heft Oktober 2011, Kirschbaum Verlag GmbH, Bonn, 2011